#017 Max Cavalera im Interview zu Soulfly und Sepultura

Januar 2006: Nach diversen vergeblichen Versuchen, Max Cavalera für ein Interview auf dem anderen Kontinent an den Hörer zu bekommen, gelingt es Ben an einem Freitagabend gegen 23 Uhr dann doch noch. Was macht man nicht alles für die alten Helden, oder?! Obwohl… so alt ist besagter Held im Jahr 2006 ja eigentlich noch nicht – gerade mal zehn Jahre liegt sein letztes Sepultura-Album, die glorreiche „Roots“, erst zurück. So oder so: Herr Ex-Sepultura and Now-Soulfly ist gut gelaunt und punktet mit seiner erfrischend apokalyptischen Aura. Klar stellen sich bei Soulfly Glaubensfragen: Darf man die als Sepultura-Jünger der ersten Stunde überhaupt hören? Muss man sie vielleicht sogar gerade deswegen hören, weil die neuen Sepultura mit den alten Sepultura weniger gemein haben als Soulfly? Ach, macht euch alle mal locker! Sowohl Soulfly als auch Sepultura haben ihre Daseinsberechtigung und können problemlos koexistieren. Sieht auch Max Cavalera im Interview so.

„Als ich bei Sepultura war, haben die Leute ständig Scheiße erzählt. Jetzt bin ich von Sepultura weg und die erzählen immer noch Scheiße.“
Max Cavalera
2006
„Als ich bei Sepultura war, haben die Leute ständig Scheiße erzählt. Jetzt bin ich von Sepultura weg und die erzählen immer noch Scheiße.“
Max Cavalera
2006

Max Cavalera: Interview mit dem Soulfly-Mastermind

Max, „Dark Ages” klingt wie die alten Sepultura – siehst du das Album dennoch als künstlerische Weiterentwicklung in deiner Musik?
Ich denke, dass „Dark Ages” schon ein ganz besonderes Album ist. Es ist mit zwei unterschiedlichen Gedanken entstanden: Zum einen wollte ich derbere und direktere Songs haben, deswegen hat man auch den Eindruck, dass es sich wie die Sepultura-Sachen aus meiner Zeit anhört. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Weiterführung der musikalischen Erforschung, die wir betreiben: Wir haben viele unterschiedliche Instrumente darauf, Sachen wie eine Balalaika, merkwürdige Percussion-Elemente und etwas Drum-Computer-Zeug. Ich finde, dass es ein sehr gewieftes Album geworden ist, auch wenn wir uns ein wenig zurückbewegt haben in Richtung thrashiger Songs. Aber selbst das war sehr aufregend für mich, da ich so ein Album lange nicht mehr gemacht habe. Das war schon klasse, besonders die erste Hälfte von „Dark Ages“ hat ein wirklich gutes Gefühl von Brutalität – davon, zusammengeschlagen zu werden oder jemanden zusammenzuschlagen. Das war gut, hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Es ist also wie alle Soulfly-Platten experimentell, gleichzeitig aber auch ein Rückschritt zu deinen „Bloody Roots”?
Um die Wahrheit zu sagen, ich glaube es war einfach der richtige Moment so ein Album zu machen, weil ich jetzt eine Band habe, die das auch spielen kann: Ein Typ wie Marc Rizzo kann wirklich Lead-Gitarre spielen, Joe Nunez an den Drums kann die schnelle Scheiße spielen, Double Bass und so. Man braucht einfach die richtige Band, weil es wirklich nicht leicht ist. Die Leute glauben, dass es einfach ist, ein Thrash- oder Death-Metal-Album zu machen, aber das ist es nicht. Deswegen verehre ich immer noch Bands wie Celtic Frost, Kreator oder Destruction, die haben wirklich fantastische Alben gemacht. Ein Thrash-Album zu machen, ist sehr hart, aber mit den richtigen Leuten um dich herum kannst du es schaffen. Unser Line-up war perfekt, und ich habe mich sehr sicher gefühlt, diese Art von Songs abliefern zu können. Meine Favoriten auf „Dark Ages“ sind die echt harten Songs: „Corrosion Creeps“ und „Fuel the Hate“ mag ich am liebsten, das sind richtig angepisste, brutale Kracher.

Mein Favorit ist „Inner Spirit”, weil er so aggressiv und sanft zugleich ist…
Yeah, „Inner Spirit“ ist eine Kombination aus melodischen und brutalen, spirituellen und vulgären Sachen. Wenn man das zusammenpackt, ist das sehr unorthodox – es dürfte eigentlich nicht funktionieren, aber das tut es. Es ist auf jeden Fall ein interessanter Mix.

Woher kommt diese rohe und pure Aggression, die du ausdrücken wolltest?
Ich weiß es nicht – es gibt immer noch ein paar Dinge in der Musik, die ich einfach nicht verstehe, und ich glaube, ich will es auch gar nicht verstehen. Das überlasse ich einfach mal den Wissenschaftlern, die können das besser sagen als wir. Die reinste Form brutaler Aggression in meiner Musik – jetzt, vor zehn oder zwanzig Jahren – hat immer den gleichen Ansatz. Ich weiß nicht, warum, es ist anscheinend einfach natürlich. Das Gleiche habe ich bei den Interludes, den gesprochenen Passagen, melodischen Zwischenspielen, bei denen ich sogar manchmal die falschen Noten auf der Zither gespielt habe. Im Studio habe ich immer mit den Soundtechnikern gescherzt: „Das ist keine falsche Note, das ist eine altertümliche Melodie.“ (*Lacht*) Das wurde zum Running Gag bei den Aufnahmen: Der Techniker hat immer gesagt „Ich glaube, du hast da eine falsche Note gespielt“ – aber ich und alle anderen mochten den Sound, also habe ich einfach immer gesagt, das sei eine altertümliche Melodie. Das ist sehr instinktive Musik, man denkt einfach nicht viel nach dabei, sondern tut es einfach. Wie ein Soldat im Krieg, es ist einfach nur Instinkt.

Bist du beim Musikmachen auch so etwas wie ein Soldat im Krieg?
Yeah, für mich ist ein Album aufzunehmen wie eine Mission: Du musst Geduld und Kraft haben, das ist nicht einfach. Auf eine sonderbare Art sind viele Sachen dabei dem Soldatentum sehr ähnlich, du musst zum Beispiel eine gewisse Disziplin an den Tag legen, wenn du ein Album machen willst. Jeder kann ein Album machen, aber um etwas zu schaffen, das stark ist, brauchst du Disziplin.

Max Cavalera im Interview: Wende Tragik zu etwas Gutem

Musik und Texte von Soulfly handeln oft von Verlust und Zorn – was für Musik würdest du machen, wenn du diese Gefühle nie erfahren hättest?
Ich weiß es nicht – manchmal denke ich, wenn die Dinge anders gewesen wären, den ganzen Weg vom Anfang, als ich zum ersten Mal mit Musik in Berührung gekommen bin… wenn mein Dad zum Beispiel nicht gestorben wäre, wäre ich vielleicht kein Musiker, sondern irgend etwas anderes geworden. Vielleicht wäre ich in seine Fußstapfen getreten und Diplomat geworden, in einem Büro-Job von neun bis fünf. Aber das ist nicht der Fall und gehört zu den Dingen, die ich nicht in Frage stelle. Es ist einfach so, und ich versuche, das für mich zu nutzen. Nutze die Dinge, die um dich herum geschehen, um etwas Gutes zu erschaffen. Selbst wenn es etwas Schlechtes ist – dann mach etwas Gutes daraus! Für mich ist das ein sehr wichtiges System: Wende Tragik und Schmerz zu etwas Gutem. Natürlich ist es schwierig und unangenehm, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, es ist aber auch eine Form der Heilung und eine Art Therapie für mich. Wenn eine Tragödie passiert, kann man unterschiedliche Wege gehen: Einige Menschen wenden sich der Selbstzerstörung, Alkohol und Drogen zu. Doch eine Tragödie entfesselt auch Kreativität: Ich habe das Unglück, das mir widerfahren ist, in die Musik geleitet. Ich wünschte mir natürlich, dass ich mich nicht mit diesen Dingen auseinandersetzen müsste, aber es liegt nicht in meiner Hand. Also habe ich wenigstens versucht, sie zu etwas Positivem zu machen. Und das versuche ich auch meinen Fans zu sagen: Auch wenn dir etwas Schlimmes passiert, gibt es vielleicht einen Weg, die Dinge zu wenden.

Musik ist also ein Ventil für deine Gefühle…
…oh ja! Dinge, die ich im richtigen Leben nicht sagen kann, kann ich mit meiner Musik ausdrücken. Manchmal fühle ich mich mächtiger als ein Präsident mit meiner Musik, das ist sehr erhebend. Selbst wenn ich nicht so wichtig wie ein Präsident bin, fühle ich mich in manchen Momenten mit meiner Gitarre viel mächtiger. Wir können genau jetzt die ganze Welt zerlegen. Das hört sich seltsam an, ist aber genau das Gefühl, das man hat, wenn man mit seinen Fans zusammen ist – du glaubst, die ganze Welt erschüttern zu können. Das Gefühl ist tief in dir drin und einfach nur fucking great!

Glaubst du denn, dass du mit deiner Musik wirklich Dinge bewegen und beeinflussen kannst in der Welt?
Ich mache das nicht zu meinem Job. Das ist, glaube ich, ein großes Problem bei einigen Bands, dass sie das zu ihrer Berufung machen. Doch am Ende des Tages bist du, was du bist, und ich bin kein Politiker. Mein Ding ist es, Musik zu machen, kraftvolle Unterhaltung. Aber es gibt eine Menge Shit, den du auf diesem Weg sagen kannst – das haben wir damals mit Sepultura bewiesen. Als ich einst in Brasilien wegen politischer Gründe eingesperrt wurde, war das großartig, weil mir die Musik ein Mittel gegeben hatte das zu erreichen. Ich stelle die Grundfeste der brasilianischen Gesellschaft und Moral in Frage, das habe ich lange Jahre vernachlässigt, und aufgrund der Musik ist das Ganze zum Leben erwacht. Musik hat Macht. Das sind meine Überzeugungen und ich gebe sie an meine Fans weiter – das ist aber kein Predigen, denn ich denke, dass man seine eigenen Ansichten vertreten sollte. Meine Fans tragen sowohl umgedrehte Kreuze und Pentagramme als auch Bob-Marley- und Discharge-Shirts (*lacht*). Das passt gut zu mir, denn auch ich höre Death Metal, Reggae und Hardcore. Das ist auf jeden Fall besser als dieser scheiß Rap hier in Amerika, der den Kids eine vollkommen falsche Botschaft über Waren, Geld und Frauen vermittelt. Die Rap- und Hip-Hop-Bands haben heutzutage eine größtenteils hohle, oberflächliche Ideologie. Ich glaube, dass wir über wirklich wichtigere Dinge singen als dieser Scheiß. Natürlich kann jeder selbst entscheiden, welche Musik bei ihm klick macht. Wenn ich mir Texte durchlese, die mir wirklich gefallen, bewirkt das etwas in mir – ich denke dann „Yeah, ich stimme dem Typen zu, der ist in Ordnung und singt über wirklich coole Sachen!“ Aber letztendlich ist das auch eine Frage deiner Lebenseinstellung.

Max Cavalera und der apokalyptische Scheiß

Würdest du sagen, dass du ein pessimistischer Mensch bist? Bei Songs wie „Babylon“ oder „Bleak“ könnte man das ja fast denken…
Yeah, das sind wirklich apokalyptische Songs. Mein Drummer hat sich einen guten Spitznamen für diese Songs ausgedacht, er kam zu mir und hat mich gefragt „Wirst du für dieses Album wieder diesen apokalyptischen Scheiß schreiben“? Ich habe ihm geantwortet „Yeah, ich habe ein ganzes Buch voll apokalyptischer Ideen in meinem Kopf“! (*Lacht*) Man kann es drehen, wie man will – sobald Leute anfangen zu analysieren, finden sie immer was Negatives, wenn sie wollen. Du kannst sagen, dass Milch für dich schlecht ist. Wenn du anfängst zu analysieren, wirst du einen Weg finden, dass Milch schlecht für dich ist. So etwas passiert ziemlich oft in Amerika: Die Leute fokussieren sich auf das Negative, und an allem, das gut sein kann, finden sie etwas Schlechtes. Ich würde nicht sagen, dass ich Pessimist bin – ich bin Realist! Weißt du, die Realität ist nicht immer nur schön. Du sagst „Max ist ein pessimistischer Mensch, weil es in seinen Texten steht“, aber die Sache ist die: Sie sind Realität! Die Realität ist also in sich selbst hoffnungslos. Ich will nicht krampfhaft pessimistisch sein, aber man muss ja realistisch bleiben – das ist zum Beispiel auch das, was ich der Hippie-Bewegung vorwerfe. Das war wirklich großartig und ich habe Jimmy Hendrix geliebt, ich war erst ein Jahr alt, als Woodstock kam. Aber mein Problem mit den Hippies ist, dass sie sich eine falsche Welt konstruiert und fantasiert haben, dass alles glücklich und schön ist. Sie haben sich selbst belogen, denn so war es nicht – Vietnam war am Arsch, man hat dort Menschen umgebracht. Deswegen bin ich auch zum Hardcore gekommen, die Leute dort waren eher so drauf: „Scheiß auf die Hippies, die lügen doch! Wir müssen die scheiß Dinge beim Namen nennen!“ Das sind vielleicht auch die Unterschiede, die du siehst, wenn du meine Texte liest und die von einer Hippie-Style-happy-Band.

Auch zu Sepultura-Zeiten hattest du eine Menge „apokalyptischen Scheiß“, z. B. „Troops of Doom“…
Auch da weiß ich nicht, woher es kam. Aber ich bin froh, dass wir jetzt einen guten Namen für diese Songs gefunden haben: apokalyptischer Scheiß (*lacht*). Vielleicht ist das ja sogar eine neue Form der Musik – apokalyptische Musik. Ich weiß es nicht, ich genieße es einfach nur und denke, dass dieser Sound, gemischt mit den Texten, zu etwas ziemlich Kraftvollem wird. „Troops of Doom“ ist ein gutes Beispiel dafür: Die Texte sind apokalyptisch, aber auch die Musik hat diesen unheimlichen Unterton.

Verfolgst du noch die Entwicklung deiner alten Band Sepultura?
Nein, ich verfolge das nicht wirklich. Ich höre die Alben nicht, weil es für mich eine komische Situation ist. Das ist eben so, wenn eine Freundschaft zerbricht. Dann geht man auch nicht mehr hin und spricht mit dem anderen, das vermeidet man einfach. Manchmal schnappe ich ein paar Sachen auf, wenn Leute darüber reden. Doch abgesehen davon schenke ich Gerüchten eigentlich keine Aufmerksamkeit, ich widme mich einfach meiner Musik. Als ich bei Sepultura war, haben die Leute ständig Scheiße über uns erzählt. Jetzt bin ich von Sepultura weg und die erzählen immer noch Scheiße (*lacht*). Für mich hat sich also nichts geändert, nur die Namen – die Situation ist die gleiche. Wichtig ist mir, dass ich mich nicht in diesem ganzen Scheiß verzettele und einfach weiter mein Ding mache. Das Geschwätz ignorieren, Gitarre und Stift nehmen und einfach weiter schreiben.

Max-Cavalera-Interview: Sind Soulfly Sepultura 2?

Worauf bist du stolzer: auf deine Erfolge mit Sepultura oder das, was du mit Soulfly erreicht hast?
Es gibt eine Menge Dinge, auf die ich stolz bin, auch witzige Sachen wie zum Beispiel, dass ich der einzige Gitarrenspieler mit nur vier Saiten bin. Ich bin stolz darauf, in Brasilien für die Flagge eingesperrt worden zu sein. Hört sich ziemlich blöd an, aber für mich war das eine wirklich coole Sache – das ist originell, eine Art Markenzeichen. Aber mal im Ernst, ich bin sehr stolz auf Soulfly, weil das ungefähr so schwer war, wie alleine den Himalaja zu besteigen. Viele Menschen haben sicherlich nicht geglaubt, dass ich es noch einmal schaffen könnte, als ich Soulfly gegründet habe. Gerade nach einem Album wie „Roots“ hat jeder gesagt „So etwas wird er nie wieder schaffen“. Für viele war das eine mission impossible. Jetzt ist das natürlich anders: An vielen Orten ist Soulfly sogar größer als Sepultura – darauf bin ich stolz. Ich bin stolz, dass ich niemals aufgegeben habe an Soulfly zu glauben. Ich muss meinen Fans sehr dankbar sein, dass sie gesagt haben „Okay Max, wir geben dir noch mal eine Chance. Wenn du beweisen kannst, dass du mit Soulfly noch einmal genau so gut sein kannst wie mit Sepultura, geben wir dir eine Chance“. Das hat den Druck auf mich natürlich verzehnfacht, aber ich habe ihn dazu benutzt, Alben zu machen. Das ist eine Art Wechselbeziehung: Durch den Druck der Fans konnte ich sehr starke Alben schreiben. Vielleicht ist „Eye for an Eye“ mein Lieblingssong von Soulfly, weil ich ihn in der stressigsten Zeit ever geschrieben habe.

Viele Fans sagen noch immer, dass Sepultura ohne Max Cavalera einfach nicht mehr Sepultura sind…
Als ich mit Soulfly angefangen habe, war die Aufgabe, den Leuten zu zeigen, dass es den gleichen Geist hat wie Sepultura. Für mich war wichtig, dass Soulfly keine Kopie von Sepultura ist. Ich glaube, es war sehr gut, dass ich das von Anfang an vermieden habe. Viele haben gesagt „Er wird wieder einen brasilianischen Namen haben und es wird wie Sepultura 2 sein“, doch ich habe etwas vollkommen anderes gemacht. Ich glaube wirklich, dass Soulfly etwas vollkommen anderes ist. Auf eine seltsame, mystische Weise bedeutet Sepultura ‚Grab’ – Soulfly hingegen bedeutet ‚fliegen’. Auch das ist so eine Art apokalyptisches Feeling: aus dem Grab in die Erhebung. Selbst der Name ergibt für mich also Sinn, in meinem wirren Hirn ist das eine natürliche Entwicklung: aus dem Grab zum ‚Soulfly’. Nicht kopieren, sondern weitergehen zu etwas anderem. Ich bin sehr stolz auf Soulfly und muss allen Fans danken, die mir die Möglichkeit gegeben haben zu zeigen, dass ich noch etwas anderes machen kann. Aber eigentlich schaue ich nicht in die Vergangenheit – die Zukunft ist wichtig, ich freue mich schon auf die Tour und natürlich auf das neue Album danach.

Was können wir denn von der Tour erwarten?
Wenn du mich und Soulfly und alles, was ich bisher gemacht habe, kennst, dann weißt du, dass Soulfly eine Herausforderung und immer mit irgendeiner Form von Ärger verbunden sind. Entführt in Jamaika, verknackt in Brasilien, und in Russland mussten wir eine Show ausfallen lassen – du kannst immer davon ausgehen, dass auf einer Soulfly-Tour irgendeine chaotische Scheiße passiert. Davon abgesehen wird es eine großartige, lustige Tour werden. Ich werde eine Menge Zeug, ein langes Set von etwa 100 Minuten spielen und bin schon total aufgeregt. Je älter ich werde, desto aufgeregter bin ich, wenn ich auf Tour gehe. Ich muss verrückt sein, ich bin definitiv keine normale Person.

Danke, Max Cavalera, für das Interview und deine erfrischend aufrichtigen Worte!

Max Cavalera Interview:
Ben Foitzik
Datum:
6. Januar 2006
Ort:
Phoner
Copyright Bild:
Ben Foitzik 2006

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